SLAVETRADE 2018

„Wir sind umgeben von Menschenhandel. Jeden von uns kann es zu jeder Zeit in jeder Stadt treffen.“

Geschichte

Zur falschen Zeit am falschen Ort. Oder war es doch kein Zufall, sondern alles geplant? Dabei wollten die Freundinnen Scyla und Lilli doch nach der Party nur nach Hause gehen. Hatte man sie vorher schon im Internet gestalkt und wusste, wo man sie auffinden würde? Am Ende ist es jedoch keine Frage des Ortes, denn jeder von uns ist ein potentielles Opfer von Menschenhandel. Jederzeit und überall.

Vorproduktion

Die Idee von SLAVE TRADE entstand bereits im Sommer 2017. Das Ziel bei der Stoffentwicklung war es, eine Geschichte zu schreiben, die auf das Thema Menschenhandel aufmerksam macht und durch ein offenes Ende zum Nachdenken anregt. Währenddessen am Drehbuch rumgefeilt wurde, traf sich die Regisseurin regelmäßig mit 2 Produzenten um den Dreh strukturiert vorzubereiten. Bei den Vorbereitungen bekam die Regisseurin beratene Unterstützung von einem berufstätigen Regisseur, der im selben Jahr als die Planung von SLAVE TRADE lief, parallel die Regieassistenz des Kinofilms „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume, führte. Im Zuge der Vorbereitungen wurden Requisiten sowie Kostüme aus dem Hans Otto Theater in Potsdam von einem Szenographen bereitgestellt. Parallel dazu wurde ein Konzept der Maske für die Schauspieler von einer Maskenbildnerin aus dem Deutschen Theater Berlin angefertigt, sowie die Drehorte besichtigt und anschließende Drehgenehmigungen organisiert.

Departments und Team

Schon ein halbes Jahr vor den Dreharbeiten wurde mit der Aufstellung von Crew und Cast begonnen. Das Jugendfilmcamp Arendsee bildete für einen Teil der Crew einen gewissen Knotenpunkt, da sich dort bereits Kameradepartment, Regie, Drehbuchautor und Sounddesigner kennenlernten und diese dann in ihren Departments unterstützend zur Realisierung des sozialkritischen Kurzfilmes SLAVE TRADE beitrugen. Weitere Crewmitglieder wurden von der Regisseurin von anderen Filmproduktionen und Theaterbekanntschaften mit ans Set geholt. Die Rollen der Schauspieler wurden ebenfalls an Personen aus dem Bekanntenkreis vergeben. Die beiden Hauptrollen standen bei diesem Filmprojekt das erste Mal vor der Kamera, gingen in ihren Rollen während der Dreharbeiten jedoch vollständig auf und verkörperten ihre Rollen auf authentische Weise. Weitere Rollen wurden an Schauspieler aus Castingagenturen verteilt wie z.B. an Bjarne Meisel, der in vielen deutschen Kinofilmen größere Rollen spielte wie z.B. „Das schweigende Klassenzimmer“ von Lars Kraume, „Get Lucky“ von Ziska Riemann, und „Schwimmen“ von Luzie Loose. Die Rolle des Menschenhändlers wurde von einem Stunt Koordinator und Schauspieler Rainer Clemens übernommen, der an Hollywood Produktionen wie u.a. das Bourne Ultimatum mit Matt Damon mitwirkte.

Dreh

Der Dreh betrug 6 volle Drehtage, welcher durchaus auch mal ein paar Nächte miteinschloss. Die Dreharbeiten verliefen nach einem zügig geregelten Regieplan, der die Reihenfolge der Szenen und der einzelnen Handlungen festlegte. Somit war es möglich innerhalb kurzer Zeit, jedoch mit klarer Absprache vor dem Dreh, einen 16 minütigen Film zu realisieren. Da das Team aus verschiedenen Teilen Deutschlands für die Dreharbeiten angereist kam, war der überwiegende Teil der Crew im Haus der Regisseurin untergebracht, in dessen unmittelbaren Nähe sich auch ein für SLAVE TRADE ausschlaggebender Drehort befand. Gedreht wurde in und im Umkreis von Berlin. Ein Kinder- Jugend- und Kiezzentrum in Berlin, ein lehrstehendes ehemaliges Heeresbekleidungsamt in Bernau, eine Lichtung im Wald, ein ehemaliges Garagenlager und andere Locations wie die Warschauer Str. und die Berliner U-Bahn wurden als Drehorte für SLAVE TRADE genutzt. Gedreht wurde mit einer Sony Alpha 6300.

Postproduktion

Die Postproduktion begann nach einer kleinen Sommerpause. Regelmäßig an jedem Wochenende trafen sich die Regisseurin und ein Cutter von Cine Plus. Nach dem Schnitt wurde mit dem Kolorieren begonnen, parallel dazu erfolgte die Bearbeitung des Spunddesigns. Die Filmmusik stand schon vor dem Film Dreh fest, es musste deshalb nur noch ein Partysong komponiert werden. Zum Ende der Postproduktion wurde das Filmplakat erstellt sowie mit den Vorbereitungen für die Filmpremiere begonnen.

Budget

Die Finanzierung des Filmprojekts lief privat finanziert ab und betrug eine Summe im vierstelligen Bereich.

Premiere

Die Filmpremiere SLAVE TRADE fand am 24.11.2018 um 17 Uhr im Kino Arsenal in Berlin am Potsdamer Platz statt. Nach der Filmvorführung wurde im Anschluss eine Podiumsdiskussion über das Thema Menschenhandel mit einer Botschafterin von Internatioanl Justice Mision sowie einem UNICEF Aktivisten und Master Absolventen in Childhood Studies & Children's Rights geführt.